Drei, Zwei, Eins… Meins?

Tag #3, ein Sonntagabend im August 2008

Seit Monaten suchen wir eine größere Bleibe. 2 Zimmer, 2 Menschen, man muß sich weiterentwickeln.

Was haben wir uns alles angesehen…

Mietwohnungen (wtf, sind die teuer! ), Eigentumswohnungen (wtf, wieso kostet eine Wohnung eigentlich so viel wie ein Reihenhaus!), Reihenhäuser (wtf, einfach nur teuer) bis hin zu bescheidenen Häusern (nicht einfach, das steht fest!)

Ritualartig durchforste ich mit einem Auge immoscout. <Ohhhhj, das ist aber hübsch>.
Da wir zuvor diverse sehr niedrige Fachwerkhäuser angeschaut haben, stolpere ich über den Satz: „Deckenhöhe unter 2 m“, schade, denke ich, wirklich hübsch und blättere weiter.
<Wirklich sowas von hübsch>. Schade. Weitersuchen.
Gedanklich lässt es mich nicht los und so zeige ich es dem Gatten mit dem Hinweis, „das wär’s, leider zu niedrig“.

Das Laptop wechselt den Besitzer.

Glücklicherweise kann der Gatte besser lesen. Deckenhöhe im Spitzboden unter 2 Meter, daher nicht als Wohnfläche zu betrachten… Rest 3,20 m…

Ab diesem Zeitpunkt schalte ich in den Automatikmodus, alles läuft wie ein Film vor mir ab.

Ich liebe es, ich muss es haben! Das EINE oder KEINES!

Gefühlte 367 Anrufe später, in denen ich erklärt habe, warum ausgerechnet ICH das Häuschen haben MUSS, ist die Mailbox des Maklers voll.

Inzwischen ist
TAG #2 angebrochen, Montag 11 Uhr.

Ich habe nicht geschlafen, sondern telefoniert und plötzlich ist er dran. Vom anderen Ende der Leitung höre ich es Dinge sagen wie „ah, Sie sind doch die, die mir schon auf die Mailbox gesprochen hat“ (warum hast Du eigentlich nicht zurück gerufen?) , „der erste Besichtigungstermin morgen um 4 ist schon vergeben“… „kommen Sie doch danach“.
Hä? Wtf, ich rufe seit 18 Stunden im minutentakt an, wie zur Hölle kann das sein? Unbeeindruckt höre ich mich sagen, „das macht mir nix, dann komme ich um halb 4“. Stille. Man hört den Makler durchs Telefon denken. Gefühlte 10 Minuten später…
„In Ordnung, bis morgen um halb 4“.

Strike, manchmal muß man mit harten Bandagen kämpfen.

TAG #1 …
seit ca. 2 Uhr lungere ich verzaubert vor einem zauberhaften Häuschen in einer zauberhaften Siedlung herum. Ich höre mich um, spreche mit Nachbarn. Die zweite Nacht in der ich nicht geschlafen habe, aber mein Adrenalinspiegel und Espresso halten mich wach. Alle möglichen Varianten habe ich im Kopf durchgespielt.

Ich bin vorbereitet.

4 Uhr, der erste Besichtigungstermin klingelt… wollt ihr wissen was passiert ist?
Am Donnerstag gibt es zur Abwechslung mal ein kleines Filmchen 😄

In diesem Sinne

Eure Sally

Ein Haus, eine Geschichte und 10 Teile…



In einer 10 teiligen Serie möchte ich die nächsten Wochen, immer donnerstags, mit Euch über mein Haus sprechen.

Mag sein, daß der ein oder andere sich fragt, warum ausgerechnet über ein Haus? Schlicht und ergreifend deswegen, weil ich finde, daß es das verdient hat.

Ich werde Euch eine Geschichte erzählen von einem Doppelhaus ( eher einem kleinen, halben Doppelhäuschen ) das im Verbund mit 135 ähnlichen Exemplaren und weiteren 34 Einfamilienhäusern als „Werksiedlung“ entstanden ist. Jedes Haus hat seine eigenen Geschichte, seinen eigenen Grundriss, seinen individuellen Erhaltungzustand.
Um die Jahrhundertwende gebaut haben sie gemeinsam den ersten und den zweiten Weltkrieg überstanden, die Jahrtausendwende hinter sich gebracht und unstrittig den ein oder anderen Bewohner kommen und gehen sehen.

Ihr äußeres Erscheinungsbild muss weitgehend unveränderter bleiben, Änderungen sind nur per Antrag unter Einhaltung strenger Auflagen der Denkmalschutzbehörde umsetzbar.

Ensembleschutz, bisweilen zermürbend, aber verständlich, ist es doch genau die Einhaltung dieser Auflagen, die den Zauber der Siedlung ausmacht.

Auch die Fakten sollen nicht zu kurz kommen…

Baujahr :1906

78 qm Wohnfläche auf 2 Etagen plus Bomben Keller und Spitzboden.
Etage 1: WC, kleines Bad, Küche, Wohnzimmer
Etage 2: 2 Schlafzimmer

Mögliche Anbauvarianten:
– Verbreiterung eingeschossig (auch „der kleine Anbau“ genannt)
– Verlängerung 2 – Geschoss (auch „der große Anbau“ genannt)

Von den Vorbesitzern im Jahr 1992 kernsaniert und fit für die Jahrtausendwende gemacht, haben wir es 2008 übernommen und sind mit ihm ein großes Stück in Richtung Zukunft gegangen.
Wir haben uns durch die Realisierung des Projektes „großer Anbau“ einen Traum erfüllt und die Wohnfläche um knapp 45 qm erweitert.
Die ein oder andere smarte Technik ist auch dazu gekommen (was immer wieder für Erheiterung sorgt).

Ich werde Euch erzählen, wie wir zu dem Haus gekommen sind, wie die Idee zum Anbau gereift ist, über die Konkretisierung der Pläne bis hin zur Umsetzung.

Seid gespannt…

Eure Sally

Gratulation mal andersrum? 

Erinnert ihr Euch noch an meinen Post über die Weihnachtsfeier meiner Firma?

So wie ich den Text geschrieben habe, war er als eine ehrliche „Liebeserklärung“ gemeint.

Ich muß zugeben, ich war ein wenig enttäuscht, daß sie abgelehnt haben, den Text im Intranet zu veröffentlichen.
( Ich komm drüber weg, das geht mir oft so, wenn ich mich extrem für eine Sache begeistern kann, dass andere nur mit den Schultern zucken. Das ändert aber nichts an meiner Begeisterung 😜. )

Um das zu verstehen, muss man wissen, dass die Beziehung zwischen mir und meinem Arbeitgeber, sich für mich fast wie eine Ehe anfühlt. Und zwar wie eine Glückliche! (Auch in einer glücklichen Ehe ist man ja nicht immer einverstanden mit jeder Entscheidung des Partners).

Wisst ihr noch die Beschreibung meiner Arme?

Sally Octopus, was bedeutet das konkret?

Sie stehen unter anderem für die unterschiedlichen Aufgaben, die ich im Laufe der Jahre in dieser Firma übernehmen durfte.

Durchaus nicht alltäglich sagen zu können:

„Eine tolle berufliche Entwicklung, die mir mein Arbeitgeber über die Jahre ermöglicht hat“ und das obwohl ich 2 Kinder bekommen habe und 2 x 1 Jahr in Elternzeit war. Zu allem Überfluss bin ich dann auch „nur“ noch in Teilzeit zurückgekommen.

Ich empfinde ehrliche Solidarität und eine starke Loyalität meinem Arbeitgeber gegenüber und etwas besseres meine ich, kann sich ein Unternehmen gar nicht wünschen.

Jetzt bin ich ein groooooßer Fan von Feedback. Aber wie nur?

Ist ja allgemein üblich, dass der Arbeitgeber dem Mitarbeiter zum Jubiläum gratuliert, aber wie zur Hölle geht das eigentlich umgekehrt?

Ich kann irgendwie niemandem die Hand schütteln und mich bedanken.

Und so hab ich diesen Text geschrieben, einerseits um Danke zu sagen und gleichzeitig um zu signalisieren:

„Ich habe Lust darauf hier zu arbeiten, auch in Zukunft. Ich möchte sie mitgestalten die nächsten Jahre.
Ich bin dabei.“

Heute habe ich meinen Text einfach als Kommentar zum Bericht über die Weihnachtsfeier gepostet, weil es mir einfach ein Bedürfnis ist, das zu sagen (wenn auch durch die Blume).

Wie in einer Ehe, da sollte man auch im Gespräch bleiben 😉

Soweit,

Eure Sally

Teil 2: Eine „haarige“ Angelegenheit – gibt es ein Happy End? 

Ich sitze da also im Friseursalon und ich sehe auf einer Skala von 0 bis 10 ( wobei 0 „alles im grünen Bereich“ und 10 „Hilfe mein Kopf steht in Flammen ist“ ) den Wert stetig steigen. Bis ich mich irgendwann fühle, wie in besagtem Film.
Mein Kopf brennt wie Feuer.

Hektisch versucht der Dienstleister das ätzende Zeug von meinem Kopf zu entfernen, leider sehe ich erst bei der 3. Wäsche: „Das ist NIIIICCCHHHT  „das ätzende – Teufelszeug- Neutralisierungs Shampoo, sondern irgend ein anderes.

Ich werde hysterisch. Das hilft allerdings nicht weiter, zwischenzeitlich ist die Hälfte meiner Kopfhaut weg- oder zumindest angeätzt. Gefühlte 20 Minuten später kriegt er es hin, es hört auf zu brennen.

(Der ein oder andere Kontaktlinsenträger kennt das, fühlt sich so an, wie man sich die Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeit ohne die Neutralisationstablette ins Auge tropft – bitte nicht nachmachen!)

Das Angebot “ trocken föhnen, lehne ich dankend ab und trolle mich meiner Wege.

Das war’s. Es lebe der Afro. 

Vor knapp einem ist es dann passiert. Per Zufall erzählte mir eine Nachbarin von einer Friseurin, die ein ganz neues Glättungsverfahren anbietet und das nicht mal teuer.
Vor meinem inneren Auge stand mein Kopf in Flammen 🔥, aber die Neugier war stärker.

Und tatsächlich es gibt sie, die eine Weiterentwicklung, die für Menschen wie mich, eine ehrliche Verbesserung im Alltag darstellt.

Dank @GamGamHairrevolution und ihrer Biokeratin Behandlung ohne Ätze oder sonst was unaussprechlichem, habe ich jetzt nicht nur glatte, sondern auch noch gesunde Haare. Und was sind sie noch? Unglaublicherweise weich, geschmeidig und lang (!). 

Was will uns die Autorin damit sagen?

Mein Zutrauen zu mir selbst dahingehend, irgendwann für jedes Problem,  die bestmögliche Lösung zu finden – egal wie lange es dauern mag – wächst mit jedem erreichten Ziel. 

Und sei es noch so „banal“.😉

Ein schönes Happy End, nicht wahr?

Eure Sally