Teil 2: Eine „haarige“ Angelegenheit – gibt es ein Happy End? 

Ich sitze da also im Friseursalon und ich sehe auf einer Skala von 0 bis 10 ( wobei 0 „alles im grünen Bereich“ und 10 „Hilfe mein Kopf steht in Flammen ist“ ) den Wert stetig steigen. Bis ich mich irgendwann fühle, wie in besagtem Film.
Mein Kopf brennt wie Feuer.

Hektisch versucht der Dienstleister das ätzende Zeug von meinem Kopf zu entfernen, leider sehe ich erst bei der 3. Wäsche: „Das ist NIIIICCCHHHT  „das ätzende – Teufelszeug- Neutralisierungs Shampoo, sondern irgend ein anderes.

Ich werde hysterisch. Das hilft allerdings nicht weiter, zwischenzeitlich ist die Hälfte meiner Kopfhaut weg- oder zumindest angeätzt. Gefühlte 20 Minuten später kriegt er es hin, es hört auf zu brennen.

(Der ein oder andere Kontaktlinsenträger kennt das, fühlt sich so an, wie man sich die Kontaktlinsenreinigungsflüssigkeit ohne die Neutralisationstablette ins Auge tropft – bitte nicht nachmachen!)

Das Angebot “ trocken föhnen, lehne ich dankend ab und trolle mich meiner Wege.

Das war’s. Es lebe der Afro. 

Vor knapp einem ist es dann passiert. Per Zufall erzählte mir eine Nachbarin von einer Friseurin, die ein ganz neues Glättungsverfahren anbietet und das nicht mal teuer.
Vor meinem inneren Auge stand mein Kopf in Flammen 🔥, aber die Neugier war stärker.

Und tatsächlich es gibt sie, die eine Weiterentwicklung, die für Menschen wie mich, eine ehrliche Verbesserung im Alltag darstellt.

Dank @GamGamHairrevolution und ihrer Biokeratin Behandlung ohne Ätze oder sonst was unaussprechlichem, habe ich jetzt nicht nur glatte, sondern auch noch gesunde Haare. Und was sind sie noch? Unglaublicherweise weich, geschmeidig und lang (!). 

Was will uns die Autorin damit sagen?

Mein Zutrauen zu mir selbst dahingehend, irgendwann für jedes Problem,  die bestmögliche Lösung zu finden – egal wie lange es dauern mag – wächst mit jedem erreichten Ziel. 

Und sei es noch so „banal“.😉

Ein schönes Happy End, nicht wahr?

Eure Sally

Einer der TOP 3 Tage in meinem Leben …

Dieser, heutige Tag hat es auf Anhieb in meine persönliche Top 3 geschafft.

Es ist 3:15 Uhr, ich liege schweißgebadet – eingequetscht – zwischen meinen beiden Kindern. Ich bin wach.
Sie schlafen beide neben mir, Schulter an Schulter. Und ja, sie haben eigene Betten, aber ich bin die Diskussion leid. Schlaf ist definitiv wichtiger als die Diskussion darüber, wo hier wer warum und in welcher Konstellation schläft…

Um 8 Uhr war ich vor Erschöpfung – beim pädagogisch wertvollen Lesen eines Buches – eingeschlafen ( diesmal hatte es nicht geklappt, panisch gegen die aufkommende Müdigkeit , anzusingen) …

Ich habe also einen Kinderfuß in der Hand, pochende Zahnschmerzen und in der Theorie bin ich ausgeschlafen.
Ächz, auch diverse Zahnarztbesuche haben daran nichts ändern können.

<schnüff, schnüff> mit dem Geruch manifestiert sich der Verdacht,

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Geh aufs Ganze, wähle Tor 1… 

Mit einem gewissen zeitlichen Abstand, wird mir rückblickend klar, dass ich gar nichts und zwar überhaupt nichts über mich ( Stärken, Schwächen, berufliche Möglichkeiten…) wusste,

als ich aus der Schule kam.

Ich war ein überfordertes Wesen, das mit einem Stück Papier in der Hand aus dem Paradies geschubst wurde…
In meinem persönlichen Alptraum fand ich mich vor dem Tor der Schule wieder. Wieder rein gehen? Unmöglich.

Da stand ich also mit einem Köfferchen in der Hand.

Vor mir lag mein Leben, meine Zukunft.

In dem Köfferchen befand sich das, was mir die Schule an Werkzeug mitgegeben hatte…

Sollte ich einen Blick hinein wagen? Weiterlesen „Geh aufs Ganze, wähle Tor 1… „

Halbschwarz? Mulattin? Halfcast?

Halbschwarz? Mulattin? Halfcast?

Es gab schon viele Namen für mich und meine „Mischung“. Mit nichts konnte ich mich je identifizieren, aber wenn andere eine Bezeichnung brauchten, ich konnte damit leben.
Nur Neger wollte ich nie genannt werden und wenn ich mich dagegen gewehrt habe, hatte ich unfassbar oft eine sinnfreie Diskussion am Hals. 😠
Ganz ehrlich, wenn jemandem eine Bezeichnung nicht gefällt, warum muß man dann noch diskutieren? Zumal ich die Gesprächspartner wenig kompetent fand, diese Frage mit mir zu erörten.

In der Zeit als junges Mädchen kamen regelmäßig Wildfremde auf mich zu, um meine Haare anzufassen, weil SO Haare, da wollten sie schon immer wissen, wie die sich wohl SO anfühlen…

Hin und wieder befand es jemand für angemessen mir zu raten, ich solle doch bitte dahin gehen, wo ich hergekommen sei. Weiterlesen „Halbschwarz? Mulattin? Halfcast?“