10 teilige Häuserserie ? Veröffentlichungsdatum ? Am Arsch die Räuber

keine Chance. Meine 10 teilige Häuserserie, bei der ich wöchentlich donnerstags was Neues berichten wollte?

Kläglich GESCHEITERT.

Bedauerlich, aber eben etwas, was man auch über sich lernen muß.

Das Leben auf einer Baustelle, die letzten 1,5 Jahre, fordert einiges an Kraft. Kraft, die dann an anderer Stelle fehlt.
Dennoch möchte ich an der Rubrik festhalten, keine der gemachten Erfahrungen möchte ich missen.

Kennt ihr Hindernisläufe? Teil 4…

der Rubrik SallyS WohnWelt…

… ein guter Freund von mir, hat mir neulich von sowas erzählt. Die gibt es als „Mud Edition“ oder auch als „Water Edition“. Das sind so Läufe vom Typ „nur die Harten kommen in den Garten?“

Nix für mich, muss ich zugeben.

Folglich hab ich sowas noch nie gemacht. Wie schon immer, hab ich aber eine lebhafte Fantasie und stelle mir das in etwa so vor. Weiterlesen „Kennt ihr Hindernisläufe? Teil 4…“

Drei, Zwei, Eins… Meins?

Tag #3, ein Sonntagabend im August 2008

Seit Monaten suchen wir eine größere Bleibe. 2 Zimmer, 2 Menschen, man muß sich weiterentwickeln.

Was haben wir uns alles angesehen…

Mietwohnungen (wtf, sind die teuer! ), Eigentumswohnungen (wtf, wieso kostet eine Wohnung eigentlich so viel wie ein Reihenhaus!), Reihenhäuser (wtf, einfach nur teuer) bis hin zu bescheidenen Häusern (nicht einfach, das steht fest!)

Ritualartig durchforste ich mit einem Auge immoscout. <Ohhhhj, das ist aber hübsch>.
Da wir zuvor diverse sehr niedrige Fachwerkhäuser angeschaut haben, stolpere ich über den Satz: „Deckenhöhe unter 2 m“, schade, denke ich, wirklich hübsch und blättere weiter.
<Wirklich sowas von hübsch>. Schade. Weitersuchen.
Gedanklich lässt es mich nicht los und so zeige ich es dem Gatten mit dem Hinweis, „das wär’s, leider zu niedrig“.

Das Laptop wechselt den Besitzer.

Glücklicherweise kann der Gatte besser lesen. Deckenhöhe im Spitzboden unter 2 Meter, daher nicht als Wohnfläche zu betrachten… Rest 3,20 m…

Ab diesem Zeitpunkt schalte ich in den Automatikmodus, alles läuft wie ein Film vor mir ab.

Ich liebe es, ich muss es haben! Das EINE oder KEINES!

Gefühlte 367 Anrufe später, in denen ich erklärt habe, warum ausgerechnet ICH das Häuschen haben MUSS, ist die Mailbox des Maklers voll.

Inzwischen ist
TAG #2 angebrochen, Montag 11 Uhr.

Ich habe nicht geschlafen, sondern telefoniert und plötzlich ist er dran. Vom anderen Ende der Leitung höre ich es Dinge sagen wie „ah, Sie sind doch die, die mir schon auf die Mailbox gesprochen hat“ (warum hast Du eigentlich nicht zurück gerufen?) , „der erste Besichtigungstermin morgen um 4 ist schon vergeben“… „kommen Sie doch danach“.
Hä? Wtf, ich rufe seit 18 Stunden im minutentakt an, wie zur Hölle kann das sein? Unbeeindruckt höre ich mich sagen, „das macht mir nix, dann komme ich um halb 4“. Stille. Man hört den Makler durchs Telefon denken. Gefühlte 10 Minuten später…
„In Ordnung, bis morgen um halb 4“.

Strike, manchmal muß man mit harten Bandagen kämpfen.

TAG #1 …
seit ca. 2 Uhr lungere ich verzaubert vor einem zauberhaften Häuschen in einer zauberhaften Siedlung herum. Ich höre mich um, spreche mit Nachbarn. Die zweite Nacht in der ich nicht geschlafen habe, aber mein Adrenalinspiegel und Espresso halten mich wach. Alle möglichen Varianten habe ich im Kopf durchgespielt.

Ich bin vorbereitet.

4 Uhr, der erste Besichtigungstermin klingelt… wollt ihr wissen was passiert ist?
Am Donnerstag gibt es zur Abwechslung mal ein kleines Filmchen 😄

In diesem Sinne

Eure Sally

Ein Haus, eine Geschichte und 10 Teile…



In einer 10 teiligen Serie möchte ich die nächsten Wochen, immer donnerstags, mit Euch über mein Haus sprechen.

Mag sein, daß der ein oder andere sich fragt, warum ausgerechnet über ein Haus? Schlicht und ergreifend deswegen, weil ich finde, daß es das verdient hat.

Ich werde Euch eine Geschichte erzählen von einem Doppelhaus ( eher einem kleinen, halben Doppelhäuschen ) das im Verbund mit 135 ähnlichen Exemplaren und weiteren 34 Einfamilienhäusern als „Werksiedlung“ entstanden ist. Jedes Haus hat seine eigenen Geschichte, seinen eigenen Grundriss, seinen individuellen Erhaltungzustand.
Um die Jahrhundertwende gebaut haben sie gemeinsam den ersten und den zweiten Weltkrieg überstanden, die Jahrtausendwende hinter sich gebracht und unstrittig den ein oder anderen Bewohner kommen und gehen sehen.

Ihr äußeres Erscheinungsbild muss weitgehend unveränderter bleiben, Änderungen sind nur per Antrag unter Einhaltung strenger Auflagen der Denkmalschutzbehörde umsetzbar.

Ensembleschutz, bisweilen zermürbend, aber verständlich, ist es doch genau die Einhaltung dieser Auflagen, die den Zauber der Siedlung ausmacht.

Auch die Fakten sollen nicht zu kurz kommen…

Baujahr :1906

78 qm Wohnfläche auf 2 Etagen plus Bomben Keller und Spitzboden.
Etage 1: WC, kleines Bad, Küche, Wohnzimmer
Etage 2: 2 Schlafzimmer

Mögliche Anbauvarianten:
– Verbreiterung eingeschossig (auch „der kleine Anbau“ genannt)
– Verlängerung 2 – Geschoss (auch „der große Anbau“ genannt)

Von den Vorbesitzern im Jahr 1992 kernsaniert und fit für die Jahrtausendwende gemacht, haben wir es 2008 übernommen und sind mit ihm ein großes Stück in Richtung Zukunft gegangen.
Wir haben uns durch die Realisierung des Projektes „großer Anbau“ einen Traum erfüllt und die Wohnfläche um knapp 45 qm erweitert.
Die ein oder andere smarte Technik ist auch dazu gekommen (was immer wieder für Erheiterung sorgt).

Ich werde Euch erzählen, wie wir zu dem Haus gekommen sind, wie die Idee zum Anbau gereift ist, über die Konkretisierung der Pläne bis hin zur Umsetzung.

Seid gespannt…

Eure Sally