Ursprünglich bin ich hier angetreten um Euch von mir zu erzählen.

Ich wäre kein richtiger Scanner, wenn ich mich nicht dauernd in irgendetwas verlieren würde, aber das war mein primäres Ziel.
Zwischendrin gönne ich mir immer mal Euch von dem ein oder anderen „Erlebnis“ zu berichten… etwa der #FuckUpNight oder einem #Meeting.
Aber ganz im Ursprung wollte ich von meiner Gefühlswelt auf der Reise zu mir selbst erzählen.
Wenn ich so meine momentane Lebenssituation anschaue, dann bin gefühlt gerade an dem Punkt, an dem ich spüre, dass ich meinem persönlichen Lebensziel ein ganzes Stückchen näher gekommen bin.

Ich vertraue mir und dem was ich für richtig halte immer öfter, ich lebe meine Ideen aus und verwirkliche meine Träume, wenn auch oft „nur“ auf dem Papier … ein gutes Gefühl!

Und plötzlich ist der Traum vom eigenen Dachzimmer im eigenen Haus zum Greifen nah!
Kein großes Zimmer, aber meins. Mit Tür.

Ich bin mir bewusst, daß viele, viele Menschen in räumlich beengten Verhältnissen aufgewachsen sind. Aber das heißt nicht, dass man nicht sagen darf, dass das nicht schön ist.

Wir, 2 Erwachsene (darunter ein für mich wildfremder Mann) und 2 Kinder, auf 50 qm.

Mein Bruder und ich auf 12.

Schlösser hatten wir nicht und somit auch keine Privatsphäre.

Mein Zimmer wurde die letzten Monate gebaut, aus Holz, Nägeln, Ziegeln und viel Schweiß! Es gibt Menschen, die sind in der Lage aus diesen Materialien durch ihrer Hände Arbeit, die Träume von anderen zu realisieren. Das finde ich zutiefst bewundernswert!
Meine Hände hätten das nicht vermocht.
Wer wünscht sich das nicht? Mit seinen eigenen Fähigkeiten anderen ermöglichen, dass sie Freude empfinden oder Zuversicht.

Ich sehe die Zimmertür aus altem Holz, die ich noch finden werde 😉, mit einem Schloss und (m)einem Schlüssel dafür, förmlich vor mir.
Ein eigenes Zimmer innerhalb der Familie war für mich sowas wie „ein zentraler Bestandteil“ meines Lebenstraums.
Und plötzlich hat man diesen Teil erreicht und merkt, man ist über 40 Jahre alt.
Bis vor kurzem hatte ich mich noch für ein junges Ding gehalten oder zumindest mal eins, vom Modell „eher jung“, aber so mittleren Alters. Hm.
Ich sehe mich Krankheiten haben, die früher die alten Leute hatten.
Ein steifer Rücken hier, ein Liposom da und ein Ersatzteil in Form eines Zahnimplantats kann ich auch schon bieten. Meine Gedanken beginnen zu schweifen und mir wird klar, dass es das ist, was das eigentlich blöde am Sterben ist.

Da kämpft man, strengt sich an, denkt über sich nach, modifiziert, justiert und optimiert am eigenen Leben, bis hin zur Umsetzung des eigenen Lebenstraums, und dann…
wenn man das erreicht hat, dann soll alles vorbei sein? Nichts mehr mit auskosten?

Als „Atheist“ habe ich religiöse Menschen oft im Leben nicht verstanden, jetzt wird mir das klarer.
Es ist menschlich, wenn man sich angesichts der Aussicht, dass nix ist nach dem Leben, lieber vorstellt, dass es irgendwo „endoptimiert“ weitergeht.
Vermutlich stirbt man um so zufriedener umso mehr Lebensträume man verwirklicht hat(?).

Wenn ihr mögt, berichte ich Euch das nächste Mal wieder von einem spannenden Erlebnis… 😉

Sally

ein eigenes Zimmer und die Aussicht auf eine eigene Welt …

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