Heute hatte ich eine Unterhaltung mit einer wundervollen Frau, die vor kurzem durch einen Bericht von ZDF Kanne auf
das Thema #Hochsensibilität aufmerksam geworden ist.

Schaut gerne mal rein…
https://www.zdf.de/…/volle-k…/hochsensible-menschen-102.html


Sie kannte meinen Blog und sprach mich auf den Bericht an. Sie erzählte mir, daß sie sich im Grundsatz von dem Thema angesprochen fühle, aber irgendwie wird in dem Bericht, über die Auswahl der beiden Protagonisten das Thema doch sehr einseitig dargestellt.
Sie wollte von mir wissen, wie ich dazu stehe…


Ich persönlich finde, die Erklärung, dass man „ohne Filter“ fühlt und Reize aufnimmt, trifft es nur in Teilen.
Für mich fühlt es sich so an, als ob es in dem Bericht fast ein wenig so dargestellt wird, als sei das „Fühlen ohne Filter“ etwas tendenziell unangenehmes.
Die Wissenschaftlerin stellt es wie eine Diagnose dar, die es zu treffen gälte.
Auch wird verschwiegen, dass es unterschiedliche Ausprägungen gibt ( wie in der ein oder anderen Literatur zu erfahren ist ).
Ich, für meinen Teil, habe auch diese Tests gemacht und ja, seit „das Kind“ einen Namen zu haben scheint, fühle auch ich mich besser. Aber dennoch erlebe ich das Thema von einer anderen Seite.


Natürlich nehme ich auch sehr viele Stimmungen und Stimmen, Gerüche, Eindrücke oder Geräusche wahr, wenn ich durch die Stadt laufe. Allerdings belebt mich das Empfinden dieser unterschiedlichen Einflüsse eher, als dass es mich stört.
Ich fühle mich glücklich, wenn ich im Sommer auf dem Weg vom Parkplatz zur Firma einen intensiven Duft von Rosen wahrnehme und mir die Zeit nehme, sie zu betrachten oder die Nase reinzustecken. Oder wenn ich beim Spazierengehen weit oben in den Lüften 2 Falken sehe, die miteinander fliegen, frei und erhaben über unseren Köpfen… (kaum wahrnehmbar, aber da). Es erfreut mich sehr, wenn ich in der Hektik des Alltags, weil ich viele Situationen gleichzeitig wahrnehmen kann, Menschen auch mal anspreche, wenn sie vielleicht gerade Hilfe brauchen.


Unbestritten bedrückt es mich oft über das Normalmaß hinaus, wenn ich Personen über den Weg laufe, die offene Konflikte miteinander austragen oder unverhältnismäßig streng, z.B. mit ihren Tieren, umgehen. Tief in mir drin, spüre ich ihre Verzweiflung oder Traurigkeit.
Da ich meiner Meinung nach ein überdurchschnittlich stark ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden habe, ist es schwer zurückzubleiben und nicht seinen „Senf“ dazuzugeben.


Im Großen und Ganzen empfinde ich es aber als unheimliche Bereicherung, daß ich soooo viel sehe, höre oder rieche. Mein Leben , ist folglich von einer grossen Vielfalt und einer grossen emotionalen Bandbreite geprägt. Großartig, wie ich meine…
Am meinsten beeindruckt mich, dass ich zum Teil empfänglich für zwischen-menschliche Schwingungen bin und mich Problemlösungen oft „förmlich“ anspringen, weil es mir leicht fällt, Zusammenhänge zu erkennen.


Das hilft mir im Job, auf der einen Seite, macht es auf der anderen Seite aber auch schwierig, weil ich mir vieles – zu Herzen ❤️nehme – wie man so schön sagt.
Kurzum, ich bin fein damit, daß ich mich von dem Thema angezogen fühle, der Test JA sagt und ich trotzdem meinen eigenen Weg damit finde…
In diesem Sinne,
Schubladen sind hilfreich, aber eben oft nur in Teilen passend


Eure Sally

Hochsensibilität … auch im ZDF

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