… viel gefürchtet und oft angekündigt?

Oder ist es tatsächlich einfach „nur“ das Älterwerden?

Das Bewusstsein, über das Vorhanden sein der eigenen Grenzen und über die Begrenztheit der eigenen Ressourcen, macht etwas mit einem…

Midlife Crisis?

Ich kaufe mir ja jetzt nicht gerade – wie in einer Kitschvorlage – ein Motorrad und reite damit in den Sonnenuntergang.
Färbe mir die Haare blau oder steche mir auf meine alten Tage noch ein Tattoo. Aber kann ich verstehen warum das einige tun?

Ja.

An Tagen, an denen man realisiert, daß man gerade die 10 Jahre jüngere Nachbarin gefühlte 3 Stunden lang, hingebungsvoll über das eigene Krankheitsbild aufgeklärt hat, denkt man schon so bei sich:

oh weh!

Macht das nicht immer meine Oma so?

Oder der Zeitpunkt, an dem man bemerkt, daß man die Welt der Jugend nur noch in Teilen versteht, losgelöst davon, wie sehr man sich bemüht.

Puh!

War ich nicht gerade selber noch 12?

Es gibt Tage, an denen Dinge, die man selbst für eine bahnbrechende Neuerung gehalten hätte, von der Jugend nur mit einem verächtlichen Blicken bedacht werden.

Und…
… langsam schleicht sich der Eindruck ein, „hier geht mir alles zu schnell, viel zu schnell.“ Schritt halten – unmöglich.

Das ist dann bei mir der Moment, in dem ich mich an eine Welt klammere, die nicht so hektisch und fordernd war wie heute. In der man beginnt sich tatsächlich nach den langsamen, beschaulichen Tagen, oftmals, der eigenen Kindheit zurückzusehnen.

Ich hab mich öfter mal gefragt, was sind das für Menschen, die sich vergangene Zeiten herbeisehnen.
Die in schwachen Minuten in ein ewiges „früher war alles besser“ abdriften.

Jetzt ist es soweit, ich kann es nachvollziehen. Jeden Tag etwas Neues, jeden Tag ist etwas Anderes. Wie stressig, wenn einem kein voller Akku zur Verfügung steht.

Momente, in denen man sich einfach nur „die Sicherheit und die Berechenbarkeit“ der Welt zurück wünscht, in der man sich geborgen und wohl gefühlt hat. Zeiten, in denen sich nicht jeden Tag die Welt gefühlt um Jahre weitergedreht hat. Tage an denen man sich um nichts kümmern musste, außer die nächste Freizeitbelustigung.

Und meine Kindheit, die war wunderbar. Sorgenfrei. Und vorallem eins FREI.

Ob sie das ist, die Midlife Crisis? Das sich sehnen nach Freiheit und weniger Verantwortung?

Wer weiß das schon.

Vielleicht kaufe ich mir als nächstes ein Motorrad (da müsste ich erstmal den Führerschein machen), färbe mir die Haare blau ( die fallen dann bestimmt alle aus) und lasse mir ein Tattoo stechen (aua!).

Wenn ich dann auf dem Weg in den Sonnenuntergang bin, dann weiß ich wenigstens, das Kind hat einen Namen.

Gibt es jemanden der nachvollziehen kann was ich meine?

Ist sie das jetzt? Die Midlife Crisis …

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